Erste Leseprobe für Hamlet – Burgbühne 2026 |
| 31. Januar 2026 |
| Shakespeares Hamlet trifft auf Theater im Theater: Die Burgbühne Dilsberg startete die Proben für das Sommerstück 2026 mit der ersten Leseprobe. Regisseur Stefan Falk-Jordan verbindet den Klassiker mit einer Rahmenhandlung über die Entstehung eines Theaterstücks. |
| Probenstimmung herrscht in den Räumen der Burgbühne in Lobbach. Markus Winter, Vorstand der Burgbühne, zeigte sich erleichtert: Endlich geht es los. Gemeinsam soll das Sommerstück auf die Bühne kommen. Doch auch hinter den Kulissen braucht es Unterstützung – die Mithilfeliste muss gefüllt werden. |
| Über 40 Darsteller nahmen an der ersten Leseprobe teil, darunter einige neue Gesichter. Anna David-Ettalabi unterstützt als Assistentin Regisseur Falk-Jordan, der in Dilsberg sein Debüt gibt. „Ich bin restlos begeistert“, sagte der Karlsruher Theaterpädagoge mit Blick auf die Schauspieler. In "Hamlet – ein Klassiker steht auf der Probe" kombiniert er Szenen aus dem Original mit einer Rahmenhandlung, die den Entstehungsprozess eines Theaterstücks zeigt. Theater im Theater also. |
| „Da kommt eine Mauer hin“, erklärte Falk-Jordan und skizzierte seine Bühnenideen. Für die Darsteller bleibt es vorerst Theorie – ab März wird auf der Bühne geprobt. Dort soll das Bühnenbild mit den Szenen wachsen. |
| Mit dem Skript in der Hand begannen die Schauspieler, ihre Texte zu lesen und sich in ihre Rollen einzufühlen: eine ehrgeizige Ortsvorsteherin, eine genervte Regisseurin und ihr Assistent, die das Stück auf die Bühne bringen wollen. |
| Hinter den Kulissen (im Stück) herrscht noch Chaos: Technik, Maske, Licht und Kostüme sind unorganisiert. Stoffe fehlen, die Pyrotechnik funktioniert – aber nicht wie geplant. Parallel üben die Hamlet-Darsteller auf der improvisierten Bühne ihre Texte. |
| Zunächst müssen sie klären, wer welche Rolle übernimmt. Missverständnisse sorgen für Verwirrung, bevor die richtige Ophelia mit Laertes ihren Text durchgehen kann. |
| Über 60 Sprechrollen enthält das Stück. Falk-Jordan notierte Ideen und Versprecher: „Das bauen wir ein! “, rief er begeistert. |
|
|
| Mit Hamlet bringt die Burgbühne einen Shakespeare-Klassiker auf die Freilichtbühne, ergänzt durch eine turbulente Rahmenhandlung. Viel Text, viele Akteure und reichlich Trubel prägen das Stück. |
|
Auf der imaginären Bühne kommen auch die Akteure hinter den Kulissen zu Wort: Sie suchen Requisiten, klären Bestellungen und parodieren die Hamlet-Darsteller. |
|
Für Simon Emmerich, der Hamlet spielt, bedeutet das viel Arbeit. Neben dem umfangreichen Text muss er die altertümliche Sprache meistern. „Ich freue mich auf die Herausforderung“, sagte er. |
|
Der Probenraum bot Platz für Bewegung – ein bewährter Trick, um sich Texte einzuprägen, wie Falk-Jordan erklärte. |
|
Die kommenden Wochen stehen im Zeichen von Kampftrainings mit Film- und Fernsehchoreograf Thomas Ziesch sowie intensiven Proben. Für Falk-Jordan, der aus Karlsruhe anreist, sind die Wochenenden Hauptprobenzeit. |
| Nach knapp drei Stunden war das Textbuch durchgearbeitet. Der Regisseur zeigte sich zufrieden mit dem ersten Treffen. Schauspieler konnten Rückmeldungen und Anregungen einbringen. |
| Text: mbue Bilder: BZ 03.02.2026 |
