Außerordentliche Mitgliederversammlung
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| 20. Oktober 2026 |
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| Der Vorstand der Burgbühne lud am 20. Oktober zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Über 50 Mitglieder kamen ins Gasthaus "Zur Sonne", um die Zukunft des Vereins zu besprechen. Nach der Sommersaison 2026 hatten die Vorsitzenden Markus Winter und Florian Lindekugel ihren Rücktritt beschlossen und dies nach der Sommerpause verkündet. |
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| Markus Winter freute sich über die große Zahl der erschienenen Mitglieder, die damit ihre Verbundenheit mit dem Verein zeigten. Die Vorstandswahlen, ursprünglich für das Frühjahr 2027 vorgesehen, standen an diesem Abend auf der Agenda. |
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| Zunächst wurde über den Stand der Dinge berichtet. Markus Winter sieht in den vorgezogenen Wahlen die Chance, den Verein mit einem neuen Team in die Zukunft zu führen. Florian Lindekugel übernahm 2019 das Amt des zweiten Vorsitzenden, zunächst interimsweise und dann durch Wahl. Zeit und Freude motivierten ihn, Verantwortung zu übernehmen. Durch persönliche und berufliche Veränderungen sah er seine Belastungsgrenze erreicht. Beide Vorstände versichern, dem Verein treu zu bleiben, jedoch nicht mehr in Vorstandsämtern. |
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| Der erste Vorsitzende betrachtete die aktuellen Herausforderungen des Vereins. In den letzten Jahren wuchs der Verein massiv, zog viele Schauspieler an und erreichte eine Größe, die nicht mehr nur auf wenigen Schultern lasten kann. Er erinnerte an die Spielsaison 2026, die viele Veränderungen bedeutete: das Pausieren der Schauspielleitung, ein neuer Regisseur, die Aufgabenverteilung. Für die Kinder und Jugendlichen wurde ein theaterpädagogisches Konzept angedacht, das im Herbst beginnen sollte. Es waren viele Veränderungen auf einmal. |
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| Markus Winter bedauerte, die Chance, mit einem neuen Regisseur neue Wege zu beschreiten, nicht voll ausgeschöpft zu haben. Ihm sei immer wichtig gewesen, dass die Regie der Burgbühne Freiräume hat, dafür aber Verantwortung tragen muss. Er bedauerte, dass man den Schwierigkeiten, die die veränderte Situation im Sommer gebracht hatte, nicht rechtzeitig an den Regisseur, Vorstand oder die Schauspielsprecher herangetragen habe. |
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| Er betonte, dass der Verein aktuell vor einem grundlegenden Wandel steht. So werden beispielsweise viele langjährige Helferinnen und Helfer künftig weniger leisten können oder kürzer treten müssten. Deshalb braucht es neue Ideen und eine breitere Verteilung der Verantwortung im Verein. Dafür braucht es frische Kräfte. |
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| In der anschließenden Aussprache äußerten sich mehrere Mitglieder zur vergangenen Saison und zur Zukunft des Vereins. Axel Bedbur lobte Markus Winters langjähriges Engagement und forderte einen Blick nach vorn. Die Neuinterpretation von „Hamlet“ im Sommer sah er als Spiegel der Veränderungen im Verein und als möglichen Beginn eines Übergangs. Karlheinz Streib betonte, es sei erfreulich, dass viele Mitglieder an der Zukunft des Vereins interessiert sind. Das Wachstum und die Leistungen der letzten Jahre seien außergewöhnlich, hätten aber auch die Verantwortlichen stark belastet. Nun gelte es, Menschen zu finden, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. |
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| Weitere Beiträge beleuchten die Veränderungen der vergangenen Saison und Jahre, die Gestaltung von Programm und Werbung sowie die Frage, wie man künftig mit Kindern und Jugendlichen arbeitet. Sie heben sowohl das Engagement, die Chancen der Nachwuchsarbeit als auch den dafür nötigen Betreuungsaufwand hervor. |
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| Mehrere Mitglieder plädierten dafür, die Aufgaben auf mehr Schultern zu verteilen und die Zuständigkeiten klarer zu gestalten. Sie schlagen Arbeitsgruppen, ein gemeinsames Konzept für die künftige Vereinsarbeit und eventuell einen breiter aufgestellten Vorstand vor. Die Versammlung beschließt, die Vorstandswahlen vier Wochen später bei einer weiteren Mitgliederversammlung erneut durchzuführen. Bis dahin soll eine Arbeitsgruppe erste Überlegungen zur künftigen Ausrichtung des Vereins und zur nächsten Spielsaison anstellen. |
| Text:mbue Bilder: bz |
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