Kampfchoreograph Thomas Ziesch probt mit Darstellern |
| Probenintensivphase bei der Burgbühne Dilsberg: Nicht nur das Stück wird in den kommenden Wochen Schritt für Schritt erarbeitet. |
| Auch die Kampfszenen stehen im Fokus – mit intensiven Trainingsstunden in jedem Probenblock. Regisseur Stefan Falk-Jordan war aus Karlsruhe angereist, um den straffen Zeitplan mit Proben, Technikbesprechungen und Kampfsequenzen zu koordinieren. Die Darsteller Simon Emmerich (Hamlet) und Simon Winter (Laertes) zählen zu den erfahrenen Kämpfern. Gemeinsam mit Ziesch erarbeiteten sie anhand von Videoanalysen die Hauptkampfszene – ein intensiver Prozess, der Zeit und Präzision verlangt. |
| „Hier könnte schon der erste Treffer sitzen“, kommentierte Ziesch eine Szene, während er zwei Büsten als Orientierungspunkte aufstellte, die die Szenerie der Freilichtbühne simulieren. |
| Am Sonntag standen Stockkämpfe auf dem Plan. Dafür kamen Maruis Neureither (Bernardo), Jacob Pistor (Fransico), Horatio (Sebastian Weitzell) und Marcellus (Julina Hänggi). Jede Bewegung wird einstudiert, nichts ist dem Zufall überlassen. |
| Seit 2016 choreografiert der Schauspieler und Dozent für Szenischen Bühnenkampf regelmäßig die Kampfszenen auf der Burgbühne Dilsberg und gibt seine langjährigen Erfahrungen und Tricks an das Ensemble weiter – so auch für „Hamlet“. |
| Über Thomas Ziesch: Schon während seiner Ausbildung hat er sich als Fecht- und Kampfchoreograf für Bühne und Film weitergebildet. Parallel zu seiner über 25-jährigen Tätigkeit als Schauspieler – mit etwa 100 Theaterrollen und mehr als 40 TV- und Filmproduktionen – arbeitet er als Choreograf an über 25 Opern- und Schauspielhäusern. Seine Arbeit führte ihn mit namhaften Regisseur*innen u. a. nach Frankfurt, Barcelona, Salzburg, Heidelberg, Köln, Augsburg, Bremen, Braunschweig, Münster und Dresden. Zuletzt war er als Kampfchoreograf für die Bühnenkämpfe im Musical „3 Musketiere“ am Staatstheater Augsburg sowie in den Inszenierungen „König Lear“ am Thalia Theater Hamburg und „Hamlet“ am Theater Heidelberg verantwortlich. Weitere Einblicke in seine Arbeit finden sich auf burgbuehne-dilsberg.de. |
| Text: mbue Bilder:BZ 22.02.2026 |
